#11 Wach‘ endlich auf! – Teil 1/2

In dieser etwas anderen Episode werde ich kein Blatt vor den Mund nehmen und will dich dazu auffordern, endlich aufzuwachen!

Episodentext

Ich heiße dich herzlich Willkommen zum Lebenswert-Podcast; zu deinem Podcast, der den Wert deines Lebens festhält und dich zu einem neuen Bewusstsein deiner selbst begleitet. Warum möchte ich dir denn eigentlich deinen Wert festhalten? Ich will, dass du deinen Selbstwert erkennst und ihn schätzen lernst! In dir steckt so viel mehr, als du wirklich glaubst und wenn du schon weißt, dass du einiges auf dem Kasten hast, dann lass‘ dich von mir inspirieren und helfe auch anderen Menschen dabei, über sich hinaus zu wachsen! 

Mein Name ist Nicole Brunner und ich bin bekannt dafür, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme. Ich bin ein sehr emotionaler, ehrlicher, aber auch empathischer Mensch, außerdem bin ich Fitnesscoach – und zwar für geistige und körperliche Fitness – und als Coach ist es mein Job, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.

In der heutigen Episode möchte ich dich aufwecken und dich dazu auffordern, dich endlich von Mama’s Nabelschnur zu trennen! Ich weiß, diese Aussage ist sehr provokant, aber die nächsten zwei Podcast-Folgen sollen dich nicht in den Schlaf graulen, sondern ich möchte dir einen liebevollen Tritt in deinen süßen Hintern geben, damit du endlich aufwachst!

Immer wieder sind mir in meinem Leben Menschen begegnet, die mich gefragt haben: „Sag mal Nicole, woher nimmst du die ganze Energie?“ Ja, woher zum Teufel nehm‘ ich die Energie? Wie kann ich es schaffen 50 Liegestütze zu machen und währenddessen andere Menschen motivierend anzuschreien, dass sie diese 50 Liegestütze mitmachen? Woher nehme ich die Energie vor der Arbeit arbeiten zu gehen, nach der Arbeit noch zu arbeiten, am Wochenende durch zu ackern und dann noch nebenbei zu studieren und Fortbildungen zu besuchen? 

Hey – herzlich Willkommen im eigenständigen Leben! Ich habe Ziele in meinem Leben: ein Ziel der finanziellen Unabhängigkeit, das Ziel, dass ich Menschen etwas zurückgeben kann, ihnen Mut geben kann; mein Ziel ist es auch Mama zu sein und eine glückliche Familie zu haben. Und diese Ziele erreiche ich nicht, indem ich einfach stehenbleibe oder mich vielleicht im Kreis drehe und im Selbstmitleid versinke, weil mir das alles, nicht einfach so entgegenfliegt.

Versuche nun den Zusammenhang zwischen allen bisherigen Podcast-Folgen zu entdecken. Ich habe mit Absicht versucht eine ordentliche Struktur in deinen Podcast zu bringen. Die ersten 10 Folgen waren erst der Anfang von unserem Weg – die Vorbereitung für dein Durchstarten! 

Begonnen haben wir mit deinem Erfolg, den du definieren musst. Denn jeder Mensch definiert seinen eigenen Erfolg anders. Wenn du deinen Erfolg dann definiert hast, findest du deine Passion und setzt dir daraufhin deine Ziele im Leben. Um deine Ziele dann tatsächlich umsetzen zu können, musst du erst mal wirklich daran glauben, dass du deine Ziele erreichen kannst! Du musst also an dich selbst glauben! Um an dich selbst zu glauben, musst du dir deiner selbst bewusst werden. Und wie kannst du dir deiner selbst bewusst werden? Geistig und körperlich – erinnerst du dich? Denn erst mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, bist du in der Lage, dich selbst zu lieben und wert zu schätzen. Und deinen eigenen Wert zu erkennen und zu schätzen, hält dich für alles bereit, was auf deinem Weg nach Rom auf dich zukommt.

Wie du weißt, arbeite ich in der Dienstleistungsbranche und Dienste zu leisten kann erst dann wirklich Spaß machen, wenn du mit Menschen zusammen arbeiten darfst, die offen sind und nicht ihren Groll auf dich projizieren wollen. Du kennst doch diese Art von Menschen, die meinen, dass der Kunde tatsächlich ein König ist und dem niederen Fußvolk, das für sie dient, auf der Nase rumtanzen kann, oder? Kennst du diese Menschen? Ich finde das immer ganz toll, wenn diese Spezies im Endeffekt bei mir landet und nicht bei einem meiner Arbeitskollegen. 

Erst eine Woche ist es her, als ein älterer Herr unser Studio betrat und ich habe durch Zufall das Gespräch zwischen ihm und einer Arbeitskollegin mitbekommen. Kennt ihr diese älteren Herrschaften, die nicht mehr arbeiten müssen, vielleicht sogar Akademiker waren, eine echt super Rente haben und diesen Lifestyle auch wirklich auf eine ekelhafte Art raushängen lassen? Das sind genau die Menschen, die abwertend – oder gar nicht – zum Beispiel mit Reinigungspersonal sprechen und für die auch Fitnesstrainer nur Pöbel sind – niederes Fußvolk eben. Naja dieser ältere Herr hatte meiner Kollegin schon etwas auf der Nase rumgetanzt und dann kam ich dazu, da sie mir eine Frage stellte. Der Gesichtsausdruck des netten Herrn wurde plötzlich etwas finster, als ich ihm das wiederholte, was die Kollegin ihm bereits schon sagte. Der kleine Unterschied war, dass ich ihm das Ganze in einem freundlichen, aber bestimmenden Ton wiedergegeben habe. Du musst wissen, ich bin ein Meister der Rhetorik, ich kann nicht nur Fragen stellen, auf die offensichtlich keine Antwort erwartet wird, ich kann auch Aussagen treffen, die ein Gespräch ohne weitere Worte, aber auf freundliche Art und Weise, beenden können.

Der Herr war wohl etwas verärgert darüber, dass ich seinen Groll nicht angenommen habe und dass ich ihm auch nicht den roten Teppich ausgerollt hatte. Als ich trotz allem freundlich, aber direkt, blieb, sagte er zum Abschluss nur noch: „Junge Frau, wo haben Sie denn bloß ihr grandioses Selbstbewusstsein erlernt?“ Ich musste wirklich schmunzeln und antwortete lächelnd: „Das hat mir das Leben gelehrt“. Da ich trotz krassem Selbstbewusstsein außerordentlich freundlich und nicht überheblich wurde, so wie er es war, blieb ihm im Endeffekt nichts anderes übrig, als zu kapitulieren und meine freundliche Art zu erwidern. 

Das war allerdings nicht schon immer so, dass ich die Fähigkeit hatte, Menschen in ihrem Gemüt umzustimmen. Ich selbst war bis ins späte Teenie-Alter total aufbrausend. Wenn mir irgendwas nicht reingelaufen ist, war ich immer direkt auf 180, wurde manchmal sogar ausfallend und sehr verletzend, aber das ist Bullshit. Ausfallend und verletzend wirst du nur dann, wenn du in den Selbstschutz-Modus gehst. Nämlich genau dann, wenn du nicht mehr weiter weißt und selbst verletzlich bist. Und das ist doch Schwachsinn, warum sollst du denn verletzlich sein? Wer kann dich verletzen? Eine Person von der du meinst, sie ist stärker oder schlauer als du? Eine Person, von der du glaubst, du brauchst sie im Leben? Du kannst ohne diese Person nicht mehr glücklich werden und nicht mehr leben? Alles Humbuck! Wie ich dir in Folge 10 schon klar gemacht habe – du brauchst in deinem Leben ab dem Erwachsenenalter einzig und allein dich selbst und das musst du endlich einsehen!

Ich sag dir jetzt mal von wem du – als einzige Person in deinem kompletten Leben – für eine kurze Zeit Abhängig bist: und das ist deine Mama! Deine Mum trägt dich im Schnitt 9 Monate lang in ihrem Bauch und ohne die Nährstoffzufuhr über die Nabelschnur, die euch beide verbindet, könntest du als kleiner Fötus nicht zu einem ziemlich großen Baby heranwachsen. So. Wenn es soweit ist und du geboren wirst, brauchst du deine Mama stellenweise immer noch. Du brauchst ihre Wärme, ihre Liebe, ihre Zuneigung und ihre Anerkennung. Damit sich dein Körper ausbilden kann, brauchst du auch wieder gewisse Nährstoffe, die du dir nicht mal eben kurz alleine im Supermarkt kaufen kannst, klar – auch hier bist du auf deine Mum angewiesen. 

Jetzt mal von Manieren und Erziehung abgesehen: du bist ab dem Kindergartenalter in gewissen Situationen einfach auf dich ganz alleine gestellt und brauchst somit nur DICH SELBST! Erinnere dich doch mal an eine Situation aus der Kindergarten- oder Grundschulzeit. Wenn es da Streit gab mit deinen Zwergenkollegen, war doch immer irgendeiner dabei der sagte: „Das sag ich meiner Mama“ oder? Ja was zum Teufel bringt ihm seine Mama, wenn du ihm schon längst sein Pausenbrot geklaut hast? Garnichts. Also, sind wir alle, bereits in jungem Alter, in vielen Situationen auf uns ganz alleine gestellt. Wir müssen alleine Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die entscheiden, zu welcher Art von Mensch wir heranwachsen.

Und so war das bei mir. Vielleicht auch, weil ich mit einem großen Bruder aufgewachsen bin und meine Mum und mein Dad oft arbeiten waren und ich musste mich lernen durchzusetzen zu Hause. Aber Fakt ist, dass ich schon im Kindergartenalter angefangen habe auf den Tisch zu hauen, wenn mir etwas nicht gepasst hat!

ABNABELN sollst du dich und das MUSS passieren. Wie willst du denn etwas ganz Großes erreichen, wenn du selbst keine Entscheidungen treffen kannst und für deine eigenen Entscheidungen nicht gerade stehen kannst?

Glaubst du denn aktuell, dass du schon abgenabelt bist und eigene Entscheidungen treffen kannst? Hah, ich bin mir sogar sicher, dass du sehr gut eigene Entscheidungen treffen kannst, aber kannst du dafür gerade stehen? Diese Frage kannst du erst beantworten, wenn du selbst in einer brenzlichen Situation bist, in der du auf dich alleine gestellt bist. Eine Situation, in der du dich entscheiden musst, ob du deine Suppe jetzt selbst auslöffelst oder ob du bei deinen Eltern oder bei engen Freunden, um Hilfe zu bettelst. Aber was passiert denn, wenn dich andere immer wieder auffangen? 

Ich habe eben vom Kindergartenalter gesprochen, aber schon als Baby beginnst du den Prozess der Abnablung von Mama. Wenn Babys laufen lernen, wie funktioniert das? Sprinten sie direkt los? Nein. Sie versuchen aufzustehen, fallen hin, versuchen’s nochmal und es klappt irgendwann. Sie laufen zwei Schritte und fallen wieder hin. Was würde denn passieren, wenn die Mutter das Baby einfach immer wieder hochhebt und durch die Gegend tragen würde? Es würde niemals laufen lernen oder?

Aber nein, Babys wollen das nicht. Sie wollen die Welt erkunden und zwar alleine. Sie sind neugierig und wollen auf Streife gehen, alleine aufstehen können, alleine die Räume wechseln können und verdammt nochmal alleine auf irgendetwas hochklettern können.

Und so sollte das auch im späteren Alter noch sein. Aber das Problem ist, dass viele Menschen ab einem gewissen Alter einfach faul werden. Du denkst du verstehst das Leben und scheinst so viele Probleme zu haben als Heranwachsender – Probleme, die gar keine sind! Dann lässt die Neugierde auf das Leben nach, du denkst sowieso schon, dass du eine arme Sau bist und es kann ja nur noch schlimmer werden, je älter du wirst, desto mehr Probleme kommen! Du willst deine Komfortzone nicht verlassen und den Rückhalt deiner Eltern nicht missen. Und dann sagst du in einem Alter von 19, 20 Jahren schon, dass du so gerne wieder ein Kind wärst. Fuck – dein Leben fängt doch gerade erst an – du bist frei!

DU MUSST DICH ABNABELN. Setze dir Ziele, erschaffe dir Visionen von deinen Zielen – wie wird dein Rom aussehen? Treffe Entscheidungen auf deinem Weg zum Ziel und stehe verdammt nochmal für diese Entscheidungen ein! Und zwar DU ALLEINE. Keiner sagt, dass das leicht ist und wer das sagt, hat keine Ahnung wovon er spricht. 

Viele fragten mich woher ich die Energie nahm, mit 17 von zu Hause auszuziehen und ohne Erspartes und ohne Geld von meinen Eltern, mein Leben irgendwie auf Kette zu bekommen. ICH HABE ES EINFACH GEMACHT. War es einfach? Natürlich nicht. Aber ich stehe heute, 11 Jahre später, mit einer sehr wertvollen Lebenserfahrung hier und erzähle dir, was das Geheimnis meines grandiosen Selbstbewusstseins ist, wie der ältere Herr es nannte. 

Lass‘ meine Worte dieser Folge etwas sacken und versuche dir folgende Fragen wirklich aufrichtig zu beantworten:

Welche Entscheidungen hast du in deinem Leben bisher getroffen? Welche Konsequenzen hatten diese Entscheidungen? Hast du die Konsequenzen deiner Entscheidungen selbst getragen oder hast du sie tragen lassen?

Dir die Antworten auf diese 3 Fragen zu beantworten ist sehr wichtig, um den IST-Zustand deiner selbst bewusst zu machen. Um dein Leben positiver zu gestalten musst du etwas verändern. Um etwas zu verändern musst du erstmal deinen IST-Zustand festlegen und diesen dann mit deinen Zielen vergleichen. So wirst du automatisch erkennen, was zu ändern ist.

Wenn dir meine Worte weiterhelfen, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du ein Kommentar unter den Podcast-Folgen auf meiner Homepage www.lebenswert-podcast.dehinterlässt und mir auf Instagram unter nici.powerhouse und Facebook folgst. Ich möchte, dass wir gemeinsam so viele Menschen wie möglich dazu ermutigen können, an dem Wert ihres Lebens zu arbeiten und ich bin sehr glücklich über deine Unterstützung. Berichte mir auch gerne von deinen Gedanken und deinen Fortschritten – ich freue mich über jedes deiner Erfolgserlebnisse.

Teil 2 der heutigen Folge erscheint in zwei Wochen, ich halte dich so lange über Instagram, Facebook und über die Lebenswert-Podcast-Homepage auf dem Laufenden.

Ich drücke dich ganz fest,

deine Nicole

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