#7 Dein Schlüssel zum Glück: Dankbarkeit

In dieser Episode möchte ich dir gerne das Fundament von allen Bereichen deines Lebens, von deinen Gedanken, deiner Einstellung und deiner Entwicklung vorstellen. Ich werde über die wichtigste Grundlage deines Erfolges und das stabile Baugerüst von deinem Glück sprechen – die Dankbarkeit.

Episodentext

Ich heiße dich herzlich Willkommen zum Lebenswert-Podcast; zu deinem Podcast, der den Wert deines Lebens festhält und dich zu einem neuen Bewusstsein deiner selbst begleitet.

Mein Name ist Nicole Brunner und in der heutigen Episode möchte ich dir gerne das Fundament von allen Bereichen deines Lebens, von deinen Gedanken, deiner Einstellung und deiner Entwicklung vorstellen. 

Da ich meinen Podcast möglichst sinnvoll und nachvollziehbar für dich gestalten möchte, werde ich in der heutigen Folge über die wichtigste Grundlage deines Erfolges und das stabile Baugerüst von deinem Glück sprechen – die Dankbarkeit.

Die Dankbarkeit hat sich in unserer Gesellschaft, ich spreche explizit vom deutschsprachigen Raum, in den letzten Jahren leider zur Rarität entwickelt und diese negative Energiewelle überflutet unser Land mit viel Unmut und unglücklichen Gesichtern. 

Du kennst vielleicht den Moment, wenn du von deiner Urlaubsreise zurückkommst, aus dem Flieger steigst und direkt von gestressten Gesichtern umgeben bist. Du bist umgeben von Menschen, die es alle besonders eilig haben und sofort ihren Koffer brauchen, damit sie als erstes ein Taxi bekommen und auch bloß wieder direkt in ihren Alltagsstress zurückfinden. Willkommen in Deutschland.

Was glaubst du, sind diese Menschen glücklich? Ich meine, immerhin müssen sie ja erstmal auf ihren Koffer warten, der natürlich als allerletztes auf das viel zu langsame Beförderungsband im Flughafen aufgeladen wurde. Und dann sind auch noch alle Taxis weg und sie müssen 30 Minuten warten, stehen dann noch im Stau und dabei wollen sie nach der langen Reise doch einfach nur heim. 

Welche Stimmung macht sich gerade in dir breit? Merkst du worauf ich hinaus will? Warum sind diese Menschen so negativ, obwohl sie gerade eine wunderschöne Urlaubsreise erleben durften?

Ich möchte gerne eine Erfahrung mit dir teilen, die ich gemeinsam mit meinem Partner in unserem ersten Urlaub in Asien machen durfte. Ich sage dir, ich habe mich schon vor dieser Thailand-Reise mit Persönlichkeitsentwicklung, Selbstliebe und mit dem Gesetz der Anziehung beschäftigt, aber diese Reise hat alles verändert. Sie war mein wertvollstes, dreiwöchiges Schlüsselerlebnis ever! Ich lernte in Asien zum ersten Mal kennen, was wahre Dankbarkeit bedeutet.

Die thailändische Bevölkerung ist allgemein sehr gelassen. Sie haben einfach die Ruhe weg. Als wir in Koh Lanta waren, besuchten wir die „German Bakery“, ein Café, das von norddeutschen Menschen geführt wurde. In diesem Café arbeiteten auf gefühlt 60qm Ladenfläche bestimmt 7 Angestellte und es dauerte trotzdem 10 Minuten, bis wir unseren Kaffee bekamen. In der Speisekarte stand direkt zu Beginn: „Wie Sie bereits bemerkt haben, mahlen die Mühlen in Thailand etwas langsamer als in Deutschland, aber stellen Sie sich doch einfach vor, Sie sein im Urlaub.“ Und dieser Satz hat so viele Aussagen auf einmal zusammengefasst. Die Thailänder haben die Ruhe weg, keiner lässt sich stressen, auch nicht von den deutschen Touristen. 

Von der thailändischen Bevölkerung hat allerdings keiner einen 8-Stunden-Arbeitstag in einer 5-Tage-Woche mit einem guten Gehalt. Es gibt auch keine Staatskasse in Thailand, die dich auffängt, wenn du krank bist, nicht mehr arbeiten kannst oder keinen Bock hast zu arbeiten. Nein. In diesem Land gilt es für die Einheimischen zu Überleben und nicht im Luxus zu schwimmen. Sie arbeiten sehr lange. 

Der Tag unserer Lieblings-Streetfood-Köchin in Krabi begann um 11 Uhr morgens und endete um 4 Uhr nachts. Das war verrückt. Diese süße ältere Dame stand, egal um welche Uhrzeit, an ihrem Gasherd, unter dem Sonnenschirm und bereitete mit einem breiten Grinsen im Gesicht liebevoll das bestellte Essen zu. Das Wichtigste war für sie, dass es uns Touristen schmeckt und wir wieder kommen. Sie schaute immer wieder zu uns und wartete auf unser Feedback. Natürlich hat es geschmeckt, wir waren am Tag ja mindestens 3 Mal bei ihr 😀 Sie und ihre Crew strahlten bereits über beide Ohren, wenn sie uns von Weitem sahen und bereiteten uns einen Tisch vor. Diese Herzlichkeit und auch die Dankbarkeit, die sie uns dadurch mitteilten, war wirklich sehr rührend.

Welche Geschichte uns jedoch am meisten gepackt hat, war die, unseres Taxifahrers in Bangkok. Dieser charmante Mann mittleren Alters bat uns darum, dass er kurz mit seiner Frau telefonieren kann, da wir noch etwas länger im Stau standen. Uns hat das natürlich nicht gestört. 

Als sie das Gespräch nach kurzer Zeit beendeten bedankte er sich mehrmals bei uns. Er sagte, dass er und seine Frau in entgegengesetzten Schichten arbeiten und sich nie sehen. Deshalb telefonieren sie zweimal am Tag und da legt er sehr viel Wert drauf. Seine Kinder wohnen allerdings etwas weiter weg, auf dem Land, bei den Großeltern, da die Schule in Bangkok City viel zu teuer wäre. Damit die Schule der Kinder finanziert werden kann, arbeitet er so viel wie möglich und hat in guten Zeiten 2 Tage im Monat frei. Gemeinsam mit seiner Frau wohnt er in einer Ein-Zimmer-Wohnung, in der es nicht einmal eine Klimaanlage gibt, obwohl eine Klimaanlage in Asien Standard ist. 

Aber weißt du was? Dieser Taxifahrer strahlte die pure Lebensfreude aus. Er war glücklich darüber, dass er seinen Kindern eine bessere Zukunftsperspektive erarbeiten konnte und war dankbar dafür. Er beklagte sich nicht über das Wetter, über seine Wohn- und Lebenssituation oder darüber, dass wir eineinhalb Stunden im Stau standen und ihm dadurch viele Kunden verloren gingen. Dass er kein Geld für Urlaub hat oder ihm der Hintern einschläft, weil er ununterbrochen im Auto sitzt, hat ihn auch nicht negativ gestimmt. Er war einfach nur vollkommen dankbar und glücklich darüber, dass es seinen Kindern und seiner Familie gut geht, dass er Arbeit hat und dass sein Auto klimatisiert ist.

Wir arbeiten diese wenigen Beispiele, die ich genannt habe, jetzt einfach einmal durch.

Beginnen wir damit, dass viele Menschen während oder nach dem Urlaub, und sowieso schon vor dem Urlaub, total gestresst sind. Dabei steht ein Urlaub doch für Erholung oder nicht? Ist doch völlig egal, ob der Kaffee in 30 Sekunden serviert wird, oder erst in 10 Minuten – du bist im Urlaub, genieß die freie Zeit, die schöne Umgebung, die netten Eindrücke und die freundlichen Menschen. Sei dankbar dafür, dass du diese Momente erleben darfst. Und behalte diese Momente, diese Bilder in deinem Kopf. Tanke Energie auf deiner Reise, Lebensenergie, Lebenslust – und verliere sie nicht, weil du bei der Heimreise noch etwas länger auf deinen Koffer warten musst. Selbst wenn dein Koffer abhandenkommt, wirst du immer noch die schönen Urlaubsmomente behalten dürfen. Was sind schon materielle Dinge im Vergleich zu deinem Seelenfrieden?

In den Urlaub gehen zu können ist für uns Deutsche vollkommen normal – das ist nichts mehr Besonderes und es ist schon fast ein Zwang. Wenn ich mal zwei Wochen Urlaub habe, werde ich direkt gefragt: „Und, wo geht‘s hin?“ Und wenn ich sage, dass ich zu Hause bleibe heißt es direkt: „Mensch, du musst aber auch mal verreisen! Entspannen!“ – Muss ich das? Und entspannen sich die meisten Menschen tatsächlich im Urlaub? Oder sind sie so gestresst vom Kofferpacken, Zeitplan erstellen, Zeitdruck aufbauen und wieder Heimreisen, dass sie vergessen, was einen Urlaub tatsächlich ausmacht?

Und was ist mit unseren Arbeitnehmern in Deutschland? Die überarbeitet sind in einer 5-Tage-Woche mit 8 Arbeitsstunden und einem Lohn, der ihnen zum Leben reicht? Ich bin auf jeden Fall bei dir, wenn es darum geht, dass dein Job Spaß machen sollte. Und ich bin deiner Meinung, dass die Arbeitswelt stellenweise wirklich menschenunwürdig ist. Aber ich höre immer nur Klagen von unzufriedenen Menschen. Alle schimpfen, alle beschweren sich und in Thailand stehen ältere Damen den ganzen Tag bei 60 Grad im Schatten unter einem Sonnenschirm über ihrem Gasherd und kochen Phat Thai. Diese Frauen sind dankbar dafür, dass sie da noch stehen können und Geld verdienen können. Sie sind glücklich, wenn ihre Kunden glücklich sind und beschweren sich nicht. Sie sind dankbar dafür, dass sie Arbeit haben, mit der sie Geld zum Überleben verdienen können. Und hier geht es nicht um einen Luxus-Verdienst für ein neues Paar Schuhe oder den nächsten Urlaub! Hier geht es um das reine Überleben.

Uns Deutschen geht es im Allgemeinen super! Aber alles ist einfach normal. Es ist normal mindestens einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren, es ist normal, dass jeder in der Familie sein eigenes Auto besitzt. Es ist normal, dass wir an die Tankstelle fahren und einfach volltanken ohne auf den Preis zu gucken. Es ist normal, dass wir in den Supermarkt gehen und zwischen 20 verschiedenen Schokoladensorten auswählen können, welches Luxusprodukt wir uns gönnen oder wir nehmen einfach 5 verschiedene Sorten. In Thailand gibt es sowas nicht. Für die Einheimischen zählt das Essenzielle, das Wesentliche. Du wirst dort selten einen Asiaten sehen, der ein Snickers-Eis isst.

Und um nochmal zurück auf unseren lieben Taxifahrer zu kommen: Er ist ein wahrer Held für mich. Er strahlte eine unglaubliche Wärme und Lebensfreude aus und das, obwohl er nur am Arbeiten war. Mit seinen 16- und oft auch 24-Stunden-Schichten, die er für seine Kinder einlegte, damit sie ein besseres Leben haben können, wie er es hat. Er war dankbar für jeden Kunden, den er befördern durfte, da er ihn ein kleines Stück näher an sein finanzielles Ziel brachte. Diese selbstlose Hingabe war unfassbar rührend und sehr inspirierend für mich.

Ich möchte mit dem, was ich erzähle, niemanden bekehren. Ich selbst war auch sehr lange der Meinung, dass ich, auf Deutsch gesagt, eine arme Sau bin und dass ich es nicht leicht habe im Leben. Jeder von uns Menschen hat sein eigenes Päckchen zu tragen, manch ein Päckchen ist leichter, manch ein Päckchen mag schwerer sein, aber Fakt ist, dass wir alle unsere Defizite, Erlebnisse, Probleme oder Misserfolge hatten und haben. Das ist jedoch kein Grund, um dein Leben aufzugeben.

Ich selbst habe meine Perspektive durch Dankbarkeit ändern können. Ich sehe mein eigenes Leben nun aus einem ganz anderen Blickwinkel und bin dankbar für alles was ich erleben durfte und noch erleben darf. Vor allem bin ich auch dankbar für die negativen Dinge, die ich durchleben durfte, denn ich habe sie überstanden. Ich habe eine unfassbar starke Kraft entwickelt, mit der ich überstehen konnte, was mir den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Ich bin durch alle negativen Erlebnisse gewachsen und stärker geworden und habe mir das alles durch Dankbarkeit endlich sichtbar machen können. Ja, ENDLICH sichtbar machen können, denn dieses grauenvolle negative Leben, versunken im Selbstmitleid, ist das Anfang vom Ende!

Ich lege dir aufrichtig an’s Herz, auch dankbar zu sein. Und um tiefste Dankbarkeit zu verspüren, fordere ich dich hiermit auf, dich kurz an eine schlechte Zeit zurück zu erinnern. Erinnere dich daran, wie du diese meistern konntest. Ob du es alleine aus deinem Loch geschafft hast, ob du Hilfe hattest, ob ein Wunder geschah oder ob es Glück war – sei dankbar. Halte dir vor Augen, dass du heute hier bist, bei deinem Lebenswert-Podcast und dass du in Begleitung von mir an deinem lebenswerten Leben arbeitest. Und auch wenn dein Leben bereits rockt und du dich durch mich inspiriert fühlst um noch höher über dich hinaus zu wachsen : Ich bin sehr dankbar dafür, dass du mir dein Vertrauen schenkst und dass du dich dafür entschieden hast, dass es dein Leben wert ist gelebt zu werden.

Weißt du, es gibt noch so viel mehr, für das wir täglich dankbar sein können, aber es im Alltagsstress manchmal vergessen. Seien es unsere mindestens 5 Sinne, die wir besitzen: Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten. Du hast ein Dach über dem Kopf, du kannst atmen, du hast ein Herz, du hast dich, du hast fließend Wasser, du hast reichlich Essen, du kannst diesen Podcast hören. 

Schau doch bitte auf das, was du hast. Ich weiß, wir könnten viel mehr haben, aber wir könnten auch viel, viel weniger haben. Versuche nicht so zu sein, wie die meisten Deutschen im Urlaub, die viel Geld für eine tolle Reise ausgeben, aber dadurch nicht glücklicher werden, weil sie nur die negativen Dinge erkennen. Verinnerliche dir lieber die Beispiele der Menschen in Asien, die zwar nicht viel besitzen, aber unglaublich herzlich und lebensfroh sind.

Nicht die glücklichen Menschen sind dankbar, sondern die dankbaren Menschen sind glücklich. 

Lass diesen Spruch kurz sacken, verinnerliche ihn und fange an ein glückliches Leben zu führen, indem du dir jeden Tag klar machst, wofür du dankbar bist.

Nicht die glücklichen Menschen sind dankbar, sondern die dankbaren Menschen sind glücklich. 

Da es an doofen Tagen schwer ist, sich die Dankbarkeit in den Sinn zu rufen, möchte ich dir nun verraten, wie du täglich dankbar bleiben kannst:

Wir blättern einmal zurück in unsere Kindheit oder Jugend – die Zeit des Tagebuches. Du darfst dir nun ein Notizbuch deiner Wahl kaufen und es so gestalten, wie es dir gefällt. Dieses Notizbuch wird ab sofort dein Dankbarkeitstagebuch sein und du machst es zu deinem Ritual, jeden Abend mindestens 3 und gerne auch mehr Stichpunkte aufzuschreiben, für die du an diesem Tag dankbar bist. Und glaub mir, du findest täglich mindestens 3 Dinge, für die du dankbar sein kannst – erinnere dich an deine 5 Sinne 😊Das wird leicht!

Okay und warum denn aufschreiben? Prinzipiell werden Dinge, die aufgeschrieben werden, besser in unserem Hirn abgespeichert und verinnerlicht. Außerdem kannst du an richtig düsteren Tagen immer mal wieder in deinem Dankbarkeitstagebuch blättern und hast schwarz auf weiß, dass dein Leben es absolut wert ist gelebt zu werden.

In der nächsten Folge werde ich meine Dankbarkeit weiter ausarbeiten und möchte allmählich in die Thematik des Gesetzes der Anziehung einsteigen, um dir weitere Denkanstöße mit auf den Weg zu geben und dir zu zeigen, wie einfach du gewisse Abläufe in deinem Leben steuern kannst. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir in den kommenden Tagen ein Bild von deinem Dankbarkeitstagebuch zukommen lässt, oder mir mitteilst, wofür du dankbar bist.

Wenn dir diese Episode gefallen und weitergeholfen hat oder wenn du weitere Anregungen an mich und deinen Lebenswert-Podcast hast, dann hinterlasse mir einfach ein Kommentar auf Instagram unter @lebenswertpodcast oder sende mir gerne eine Nachricht.

Ich freue mich über dein Feedback und auf unseren gemeinsamen Weg durch ein Leben, das es wert ist, gelebt zu werden.

Ich drücke dich ganz fest, deine Nicole.


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